Dezentralperspektive

Die Schwarmintelligenz, eigentlich ein furchtbares Ding (Jaron Lanier),  beschenkt uns nun Dank des nicht mehr ganz so neuen Microsofttools “Photosynth” und der Fotomanie in Zeiten des Web 2.0 (oder sind das die ersten Vorboten des Web 3.0? Alles muss fotografiert werden, mit der Uhr, dem Handy, der Kamera, usw… abgespeichert in  den harmlosen Sammelalben der Öffentlichen weiten Welt, z.B. Flickr), mit einem neuen Mittelpunkt  der guten alten Zentralperspektive. Jetzt ist Jeder und gleichzeitig keiner mehr der Betrachter. Der Mittelpunkt ist über all und gleichzeitig nirgendwo. Du bist der Mittelpunkt(!) oder wenigstens ein Teil davon.

Letztlich, wenn man sich die Ergebnisse anschaut, kommt man leicht zu dem Schluss, dass Aristoteles doch Recht hatte, “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”

- Oder vielleicht auch nicht, vielleicht ist der Einzelne gar nichts mehr wert ohne die Anderen….. wenn man sich das Ganze Bild für Bild anschaut kann man leicht zu dieser Überzeugung gelangen….

Der Mensch, wie in einer Zeitrafferaufnahme nur noch schemenhaft , flüchtig, partiell anwesend. Die Szenerie, in Momenten festgehalten, entstehungszeitunabhänig zu einem Ganzen zusammengesetzt, , in einem niemals auf diese Weise existierenden Mutanten abgebildet, in einer automatisierten kybernetischen Ästhetik. Hier entscheidet eine programmierte  Maschiene über Schnittstellen, Ähnlichkeiten und Zusammenhänge. Der Mensch ist wieder ein Sammler geworden. Herrlich,  einfach nur alles  sammeln.

tolles Beispiel

http://photosynth.net/view.aspx?cid=575fea35-c364-47a1-b107-53340bbccd2c

hotelroom

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